33. FEIERABEND. Terrassengarten am Stift Neuburg
VERANSTALTUNG
das unabhängige Institut „universitas“ und der philosophische Buchladen – mit ihrem Gründer Clemens Bellut stellen sich an diesem Abend vor.
Clemens Bellut, Philosoph, seit 2012 in Heidelberg hat die artes liberales-Einrichtungen 2013 und 2014 in Heidelberg in der Altstadt gegründet. Beides folgt dem Ansinnen, eine Praxis des Nachdenkens, des Untersuchens und des Gesprächs in Übung und zur Aufführung zu bringen, die im Kontext heutiger Wissenschafts- und Universitätsprasxis nicht mehr ihren selbstverständlichen Ort haben können. So haben dort Unternehmungen in Gestalt von nicht-öffentlichen Kolloquien und von öffentlichen Gesprächsveranstaltungen mit geladenen Gäste verschiedener Disziplinen und gelegentliche Vorträge und Lesungen ihr Zuhause – und eingeladen sind immer auch befreundete und partnerschaftliche Projekte, Initiativen und Veranstaltungen, in freien Zeiten von den Einrichtungen Gebrauch zu machen uns sich mit dem Institut der artes liberales – universitas zu verbinden.
Das Institut ist als eine gemeinnützige GmbH gegründet worden.
Zu seiner finanziellen Unterstützung ist in diesem Jahr ein Förderverein universitas dazugekommen.
Siehe
http://universitas.ArtesLiberales.Name/
und
http://Buchladen.ArtesLiberales.Name/
ACHTUNG: Zugang zur Mittelbadgasse über die Ingrimstraße
Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher!
PLAKATIEREN
„Müssen wir den öffentlichen Raum aufräumen?“
Werbung, je größer desto besser?
Überreizt die Werbung unsere Sinne?
Wie viel Information benötigen wir im städtischen Raum?
Was bewirken Werbesatzungen?
Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung ist von der Architektenkammer BW
als Fortbildung anerkannt (1,5 h).
Bacon von Nanine Linning, Foto: Kalle Kuikkaniemi
17:45 Uhr: Führung durch das Theater (Haupthaus)
19:00 Uhr: Hauptprobe im Zwinger1
Für die Teilnahme an der Theaterführung und der Hauptprobe bitte verbindlich anmelden unter info@formAD.de.
Nanine Linning lädt exklusiv zur spannenden 1. Hauptprobe des von ihr neu choreografisch inszenierten Stück „BACON“ ein.
Wir dürfen das Stück als erste Zuschauer mit „Kostümen“, Ton und Licht sehen und erhalten einen intensiven Einblick in ihre Arbeitsweise. An einem weiteren Abend (Termin steht noch nicht fest) diskutiert Nanine Linning mit uns im Tankturm über das Stück.
Francis Bacon, der britische Künstler malte die Abgründe der menschlichen Seele. Die Beziehungen zugrunde liegenden Mechanismen von Begehren, Dominanz und Ausgrenzung stellte er auf eine schonungslos ehrliche Weise dar, die von schmerzhafter Schönheit zeugt.
Nanine Linning ergründet mit ihrem Stück die Gefühlswelten der Bilder Bacons und entdeckt in der Kompromisslosigkeit der Darstellung auch eine Analogie zur eigenen Kunst:
»Mich interessiert das Tierische, das Instinkthafte. Ich fordere meine Tänzer auf, ihre eigenen Grenzen zu überschreiten.«
Mit exzessiver Körperlichkeit erforscht die Choreografie fundamentale Verhaltensmuster, die mit ihrer Archaik und Unbarmherzigkeit die Grenzen zwischen menschlichem und animalischem Gebaren verschwimmen lassen. Aus beinahe beunruhigender Nähe wird der Zuschauer Zeuge des Kampfes des Einzelnen um Zugehörigkeit − ein Solo gleich einem Schrei aus der Isolation. Physisch erfahrbar wird das Ringen um Überlegenheit in Duetten von ergreifender Intensität und einem Trio, dessen untrennbare Verbundenheit keinerlei Harmonie zulässt.
Es gibt Reiseziele, die man normalerweise nicht auf dem Schirm hat. Umso neugieriger war ich, als sich im September 2016 die Gelegenheit bot, als Vertreter der Architektenkammer an einer Wirtschaftsdelegationsreise in den Iran teilzunehmen. Die Reaktionen im Freundes- und Bekanntenkreis waren bezeichnend:
„Ist das denn sicher?“, „Lass Dich nicht entführen!“, „Was willst Du denn in dem Land…“.
Tatsächlich zeigte sich der Iran als ausgesprochen interessantes Reiseziel in dem sich ausländische Besucher – auch Frauen – trotz der autoritären Strukturen frei und sicher bewegen können. Ein Land mit überaus offenen und gastfreundlichen Menschen und einem recht hohen allgemeinen Bildungsniveau bei dem die Religion im persönlichen Umgang eine eher untergeordnete Rolle spielt. Wobei der Tourismus nach wie vor durch Vorschriften (Kopftuchgebot für Frauen, Geschlechtertrennung an Stränden), aber auch durch Vorurteile in Bezug auf die Sicherheit und die Infrastruktur im Lande erschwert wird. Städte wie Isfahan bieten märchenhaften Orient und Kulturschätze im Überfluss und sind damit gerade für Architekten eine Reise wert!
Ein zwiespältiges Gefühl bleibt bei aller Faszination für Land und Leute: Man bewegt sich letztlich doch in einem hochgradig totalitären Staat, in dem nach wie vor weltweit (nach China) die meisten Hinrichtungen vollzogen werden.
Im Rahmen des Feuerabends werde ich Bilder von meiner Reise nach Teheran und Isfahan zeigen und es wird Gelegenheit geben, die Lage im Land zu diskutieren.
Stephan Weber
Ein Feuerabend mit echtem Feuer und Grillmöglichkeiten im Garten des Hauses. Das Haus am Wehrsteg ist eine Künstlerhaus – und das nun schon seit fast 50 Jahren.
Eine freie Institution, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, im ihrem gewachsenen künstlerischen Kern „abzustrahlen und zu verbinden“. An der Schnittstelle zwischen Stadt und Universität, Brücke und Neckarufer, Naturschutzgebiet und Campus ist das markante Gebäude mit dem ambitionierten Programm ein Katalysator für Öffentlichkeit und Impulse.
Der künstlerische Pächter des Haus am Wehrsteg Matthis Bacht gibt einen Einblick in die Arbeit des Hauses und das eigene künstlerische Werk mittels Beamer und Projektion.
Die Ausstellungen spei.cher von Jeannette Fabis / Frankfurt und Mitten im Zwischen von Gastkünstlern und Heidelberger Jugendlichen sind ebenfalls zu besichtigen.
Start ist um 19.00 Uhr.
Mitgebrachtes für den Grill kann gerne verzehrt werden – wir kümmern uns um Wein, Wasser, ein Ratatouille-Gemüse auf dem Grill und Würstchen mit Baguette.
Haus am Wehrsteg, verlängerte Uferstraße / am Wehrsteg zwischen Neuenheim und Wieblingen.
Parkmöglichkeiten auf Höhe des Wehrstegs auf Bergheimer Seite am Beginn der Mannheimer Straße. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß gut von der Neckarwiese oder über den Steg erreichbar.
… ein MUSS für alle, die sich für die Zukunft Heidelbergs interessieren.
Wir freuen uns, wenn die Chapel als Teil der zukünftigen Stadtteilmitte der Südstadt heute schon mit viel Leben gefüllt wird.