Workshop - Gestaltung dynamischer Beziehungen zwischen Körper und Raum
CHAPEL Raum für Stadtkultur
Rheinstraße 12/4
69126 Heidelberg
In Kooperation mit formAD e.V.
Programmpunkt der Architekturtage Europäisches Architekturhaus Oberrhein
Gebühr
60,-
50,- formAD und MEA Mitglieder
Fortbildungspunkte werden bei der AKBW angefragt.
Beschreibung
Als Architektinnen und Designerinnen bewegen wir uns gerne routiniert auf vertrauten Pfaden – zu bekannten Orten und Menschen. Das führt zwangsläufig zu ähnlichen Entwurfsmustern. Gibt es Möglichkeiten diese Muster zu durchbrechen? Durch die Integration von Bewegung in den Gestaltungsprozess möchten wir gemeinsam den Blick weiten: für neue Zusammenhänge, alternative Entwurfsmethoden und ein erweitertes Verständnis von Raum, das über die gebaute Struktur hinausgeht.
Durch gezielte Bewegungsaufgaben wirst Du angeleitet, dynamische Beziehungen zwischen deinem Körper und anderen Körpern sowie dem Raum zu entdecken und zu gestalten. Dabei erlebst und reflektierst Du verschiedene Körperebenen, Bewegungsrichtungen und Formationsmuster ganz praktisch. So entsteht ein vertieftes Raumverständnis und eine bewusste Sensibilisierung für die Wechselwirkung von Bewegung und Raumgestaltung, wobei Du die Vielschichtigkeit von Nähe, Distanz, Dimension und Gruppierung körperlich erfährst und kreativ umsetzt.
Grundlage bildet dabei die Verwendung von Bewegungssprachen und Kompositionsprinzipien aus dem Tanz. Diese werden gezielt auf den architektonischen Kontext übertragen und als Grundlage für unsere Aufgaben genutzt. Die Übungen steigern sich systematisch – von einfacheren, niedrigschwelligen Bewegungsaufgaben bis hin zu komplexeren Formations- und Raummustern.
Wir beginnen mit einer Aufwärmphase, um im Raum und in unserem Körper anzukommen. Mit den darauffolgenden einfachen Übungen lernst Du, das Denken abzuschalten und intuitiv zu handeln. In der Gruppe entdeckst Du Schritt für Schritt die Systematik. Nach und nach werden die Bewegungsaufgaben komplexer, indem sie miteinander verbunden und übereinander geschichtet werden. In lockeren Gesprächsrunden tauschen wir uns aus und reflektieren, welche Wirkung das Zusammenspiel von Raum und Bewegung auf uns hat. Zum Abschluss bringen wir unseren Körper wieder zur Ruhe und erarbeiten gemeinsam, wie wir die neuen Erkenntnisse ganz praktisch in die Entwurfsplanung unseres Berufsalltag integrieren können.
Vorkenntnisse im Tanz sind nicht erforderlich. Offenheit und Neugierde für Bewegung sind jedoch von Vorteil und bereichern den gemeinsamen Prozess.
Kurzbiografie
Mireille Solomon hat in der Vergangenheit als Architektin Gebäude entworfen und realisiert. In ihrer Arbeit als Lichtdesignerin beleuchtete sie Räume, Plätze und Ausstellungen sowie Tanzperformances. Nach zehn Jahren als selbstständige Architektin und Lichtdesignerin beschloss sie im Jahr 2020, neue Wege zu gehen und sich auf Projekte als Designerin und Künstlerin zu konzentrieren.
Ihre zweite Leidenschaft ist der zeitgenössische Tanz, den sie seit mehr als 20 Jahren als fortgeschrittene Tänzerin ausübt. Sie besuchte verschiedene professionelle Workshops zu Tanz und Choreografie, u. a. zu den Themen Viewpoints, Gaga/Gimor und Axis Syllabus. Um ihrer Neugier auf Tanz im Film nachzugehen, nahm sie an diversen Workshops zur Filmchoreografie teil.
In ihren eigenen Produktionen verbindet sie ihre Leidenschaft für Architektur und Bewegung. Im September 2024 führte sie ihr erstes multimediales Tanzstück ACCESS ALL AREAS auf. Weitere Stationen in Italien und Tschechien folgten im Jahr 2025.
www.mireillesolomon.de
www.access-all-areas.eu